Allgemeines

Informationen über den Funkkurs in Ried-Kirchheim

1. Über die Ausbildung
2. Der Lehrplan
3. Welche Berechtigungen kann ich erwerben?
4. Die Prüfung
5. Kursdauer und Kosten

1. Über die Ausbildung

Grundlegendes Ziel des Funkerkurses ist es, dich auf die Funksprechprüfung vorzubereiten. Die theoretischen und praktischen Kursinhalte sind auf die Anforderungen die die Prüfung an dich stellt zugeschnitten. Darüber hinaus versuchen wir aber auch immer Bezug zur Praxis zu nehmen und Hintergrundwissen zu vermitteln; unter anderem wird das Fach „praktische Fertigkeiten“ durch ein Computerprogramm mit Namen „Radiocheck“ gestützt. Somit kannst und sollst du auch zu Hause lernen.

Egal ob schon stolzer Besitzer eines Flugscheines oder als Auftakt deiner fliegerischen Laufbahn brauchst du keine besonderen Voraussetzungen um mit der Ausbildung zum Funkerkurs zu beginnen.
 

2. Der Lehrplan

Wie die Funksprechprüfung ist auch der Lehrplan in mehrere theoretische und einen praktischen Teil gegliedert.

1) theoretische Teile:

  • Technik: Kenntnisse über Funktionsweise von Funkgeräten und Funknavigationseinrichtungen, Eigenschaften von elektromagnetischen Wellen sowie praktische Kenntnisse in der Benützung von Funkgeräten;
  • Recht: kurze Einführung in das Telekommunikationsgesetz,
    das Funkerzeugnisgesetz und die entsprechenden
    internationalen Bestimmungen;
  • Sonderbestimmungen: Unterricht über die theoretischen Grundlagen
    des praktischen Funksprechens gemäß "AIC B -
    Funksprechverfahren" und grundlegende Bestimmungen
    in der Luftfahrt;
  • Notamübersetzungen: Im vorhinein bekannte englische Texte
    müssen im Zuge der Prüfung ins Deutsche übersetzt werden. Dieser Teil der Ausbildung ist sehr lernintensiv;
    der Unterricht kann hier nur Hilfestellung geben, die
    Lernarbeit kann dir dabei aber keiner ersparen.

2) praktischer Teil:

Hier wird der Flugfunk in Form von praktischen Beispielen simuliert.

Du als Schüler sprichst als Pilot eines gedachten Fluges mittels eines
Schulungs-Funkgerätes mit dem Lehrer, der hier die Bodenstelle
darstellt. Wie bei einem realen Flug holst du Freigaben zum Starten und Landen ein, erhältst Wettermeldungen bei "Wien Information" und "durchspielst" so jeden Teil eines Fluges.

Dieser Teil des Kurses ist der zeitintensivste, er soll dich nicht nur auf die Prüfung sondern auch auf die reale Welt vorbereiten.


 

3. Welche Berechtigungen kann ich erwerben?


Es gibt drei Arten von Funkerzeugnissen:

  • AFZ (= Allgemeines Funker Zeugnis)
    berechtigt zum Sprechfunkdienst in deutscher und englischer
    Sprache bei Luftfahrzeugfunkstellen oder Bodenfunkstellen;

    Das AFZ beinhaltet VFR- und IFR-Phrasologie und ist unverzichtbar für diejenigen, die in weiterer Folge eine Instrumentenfluglizenz anstreben.
    Dieses Zeugnis ist international uneingeschränkt anerkannt und setzt gute Englischkenntnisse voraus.

  • EFZ (= Eingeschränktes Funker Zeugnis)
    berechtigt zum Sprechfunkdienst in deutscher und englischer
    Sprache bei Luftfahrzeugfunkstellen oder Bodenfunkstellen mit fix rastbarer Frequenzeinstellung;

    Das EFZ beinhaltet ausschließlich VFR-Phrasologie und stellt das prinzipielle Ziel für jeden Sichtflugpiloten dar. Es reicht auch für Sichtflüge ins Ausland vollkommen aus. An die Englischkenntnisse werden nicht so hohe Ansprüche wie beim AFZ gestellt.

  • BFZ (= Binnen Funker Zeugnis)
    berechtigt zum Sprechfunkdienst in deutscher Sprache bei
    Luftfahrzeugfunkstellen oder Bodenfunkstellen mit fix rastbarer
    Frequenzeinstellung;

    Das BFZ ist nur für Inlandsflüge "tauglich". Englischkenntnisse sind nicht erforderlich.
 

4. Die Prüfung


Die Prüfungen hält die Fernmeldebehöre ab.
Zu Kursbeginn erhältst du ein Anmeldeformular.

Gemeinsam mit:

  • 2 Passbildern
  • original Meldebestätigung (nicht älter als 2 Monate)
  • original Geburtsurkunde


wird dieses an die Behörde geschickt.

Spätestens zwei Wochen vor Prüfungstermin wird dir Ort ( normalerweise in Linz )
und Zeitpunkt der Prüfung schriftlich mitgeteilt.

Die Prüfung gliedert sich in zwei Teile:

1) praktische Fertigkeiten
diese umfassen:

  • Funksprechen in Form eines praktischen Beispiels
  • Notamübersetzung vom Englischen ins Deutsche (nur EFZ und AFZ)
  • Multiple-choice-test "Sonderbestimmungen"

2) theoretisches Wissen
dieses umfasst:

  • Multiple-choice-test "Technik"
  • Multiple-choice-test "Recht"

 

 

5. Kursdauer und Kosten


Die Kursdauer beträgt 2-3 Monaten.

Die Kosten für die Ausbildung zum AFZ betragen Euro 500,.
Die Kosten für die Ausbildung zum EFZ  betragen Euro 450.-

Die Kosten für die Ausbildung zum BFZ betragen Euro 350,.

Der Radiocheck-Zugang kostet ca Euro 100,-.

Die Kosten beinhalten:

  • sämtliche schriftliche Unterlagen
  • Theorie- und Praxisunterricht

Prüfungstaxen sind direkt an die Fernmeldebehörde zu entrichten und
in den Kurskosten nicht berücksichtigt.

Terminplan für Kurs 2012/2013

Freitag 19.10.2012 18:00 Einführungsabend